Freiwillige Feuerwehr Uelsen Ortsfeuerwehr Wilsum
Freiwillige Feuerwehr Uelsen            Ortsfeuerwehr Wilsum

Unsere Gesichichte



Die Ortsfeuerwehr Wilsum wurde am 11.Juni 1934 gegründet und hatte 30 Mitglieder.
Es wurde regelmäßig an der Handdruckspritze geübt. 1940/41 ist dann eine TS8-Koebe mit DKW- Motor gekauft worden. In den Akten steht: 1 Kraftspritze " Koebe" TS ( mit Anhänger TSA für 3762,45 Mark gekauft, ferner 14 Druckschläuche je 15 m für 712,60 Mark. Nun war die Freiw. Feuerwehr motorisiert.

Infolge des Krieges wurden viele Feuerwehrmänner eingezogen. Immer neue Namen tauchten auf. Viele ältere Männer wurden für die Feuerwehr verpflichtet. Die Feuerwehr wurde umbenannt in "Feuerschutzpolizei".
Der Dienst war vielseitig, auch zur Straßenbewachung wurden die Männer herangezogen. Der Krieg forderte immer mehr Einberufungen. Wilsumer Bürger, die holländische Staatsbürger waren, wurden für die Feuerwehr verpflichtet. Man nannte sie die "Ersatz- Reserve". Als immer weniger Männer zur Verfügung standen, wurden Frauen als Helferinnen zum Feuerwehrdienst herangezogen. 12 junge Mädchen machten damals Dienst in der Feuerwehr.

Als 1945 der Krieg beendet war, durchzogen kanadische Truppen den Ort. Die Soldaten brachen das Gerätehaus auf und zerschnitten die Schläuche. Benzinvorräte und den Anhänger nahmen sie mit. Es mußte neu angefangen werden.
Ein Anhänger der Wehrmacht, der hier stehengeblieben war, wurde mit einem Aufbau versehen. Als er fertig war, wurden die Räder des Anhängers gestohlen. Man beschaffte sich erneut einen Anhänger für die TS8.
Das Ziel der erneut aufgestellten Feuerwehr war aber ein motorisiertes Fahrzeug. Durch Hilfe des Kreisbrandmeisters Rust gelang es, ein altes Wehrmachtsfahrzeug zu kaufen.

1946 war es dann soweit, die Feuerwehr hatte ein Motorfahrzeug. Es wurde abwechselnd bei verschiedenen Bauern untergebracht. 1953 war das neue Gerätehaus mit Wohnung fertig.
Bei einem Brandeinsatz wurde dem Fahrzeug doch sehr viel zugemutet. Es war danach nicht mehr zu reparieren. Es mußte Ersatz beschafft werden. Man entschloß sich, ein modernes Löschfahrzeug LF8 mit Allradantrieb zu kaufen. - Im Herbst 1955 wurde dann das Fahrzeug - Marke Borgward - der Feuerwehr übergeben. Eine zusätzliche Vorbaupumpe wurde 1958 angeschafft.

Im Jahre 1963 trat unser Gemeindebrandmeister Gerd Harsmann nach erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus. Als Nachfolger wurde Albert Rooseboom zum Wehrführer gewählt.

Im Jahre 1966 erhielten wir 2 Handsprech- Funkgeräte. Wir konnten uns jetzt im Brandfalle von der Wasserentnahmestelle zur Brandstelle per Funk verständigen.
1967 erhielten wir einen 50 kg - Pulverlöscher. Die größte Anschaffung jedoch war ein ausgemusterter Bundeswehr- Jeep, den wir als Schlauchwagen umbauten. Schwierigkeiten bereitete uns zuerst die Unterbringung im alten Feuerwehrhaus. Nur wenn die beiden Fahrzeuge direkt hintereinander abgestellt waren, ließ sich die Tür gerade noch schließen.
Am 15.3.19969 wurde mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses begonnen. Die Freude war bei allen Feuerwehrkameraden groß als am 13.12.1969 Gemeindebrandmeister Alb. Rooseboom den Schlüssel vom Verbandsvorsitzenden H. Maatmann übernehmen konnte. Es war ein großer Tag für die Freiw. Feuerwehr Wilsum. Wir hatten keine Raumprobleme mehr. 3 Fahrzeugplätze, ein Unterrichtsraum, ein Werkstattraum sowie sanitäre Anlagen.

In denselben Jahr erhielten wir von der FA. WKS- Wilsum ein Kunststoffboot geschenkt. Wir bauten uns dazu einen Anhänger, und haben dieses Boot schon oft bei Hilfeleistungen in den Kiesgruben hilfreich einsetzen können.
Im Jahre 1970 wurden unsere beiden Fahrzeuge mit Funk ausgerüstet. Außerdem bekamen wir 3 Atemschutzgeräte.
Im Jahr 1974 wurde das langersehnte Tanklöschfahrzeug geliefert. Es ist ein TL8S mit Allradantrieb und wurde von der Fa. Slingmann, Dissen, geliefert. Der Tankinhalt des Fahrzeugs beträgt 2700 Liter.

Das Jahr 1974 brachte uns die Verwaltungs- und Gebietsreform. Die ehemaligen Freiw. Feuerwehren Wilsum und Uelsen bildeten jetzt zusammen die Freiwillige Feuerwehr Uelsen mit den Ortsfeuerwehren Uelsen und Wilsum.

Nach 12 Jahren als Wehrführer stellte Albert Rooseboom dieses Amt 1975 auf eigenen Wunsch zur Verfügung. Als Nachfolger wurde Hermann Züter gewählt.

Nachdem unser "Jeep" als Schlauchwagen defekt geworden war, erhielten wir als Ersatz einen ausgemusterten Bundeswehr- Unimog. Nach Umbauarbeiten an diesem Fahrzeug konnten wir in ihm insgesamt 650 m B- Schläuche aneinandergekoppelt unterbringen. Außerdem ist Platz für 9 Personen in diesem Fahrzeug.

Die Samtgemeinde Uelsen beschloß 1976 der Ortsfeuerwehr Wilsum ein neues Löschgruppenfahrzeug - LF8S - zu bestellen. 1977 wurde das Fahrzeug "Magirus LF8S" übergeben.

Die feuerwehrtechnische Beladung wurde vom alten LF8 (Borgward) übernommen. Der Borgward wurde für 490 DM von Gerhard Grobbe ersteigert.

Am 19. Dezember 1977 fand erstmalig eine Alarmübung aller Grafschafter Feuerwehren statt, bei der eine Katastrophenschutzübung durchgeführt wurde mit einer Funkübung und Koordinatenfahrt.

Im Löschbezirk Wielen gab es in der Umgebung vom Heidegut keine ausreichende Wasserversorgung. Deshalb wurde im Jahr 1978 dort ein Löschwasserbehälter mit 33.000 Liter Wasserinhalt gebaut.

Durch die immer weiter steigende Mobilität der Bürger stieg die Zahl der Verkehrs-unfälle und deshalb musste gehandelt werden und wir erhielten im Jahr 1979 eine Rettungsschere mit Handpumpe um eine technische Rettung von Personen aus verunglückten Fahrzeugen durchführen zu können.

Anfang der 80er Jahre wurde schon die Kameradschaft mit der Feuerwehr Hardenberg gepflegt und wir folgten gerne den Einladungen der holländischen Kameraden. Auch die Gegenbesuche folgten.

1980 wurde unser Gerätehaus aufwendig renoviert. Wir erhielten neue Fenster, neue Tore und einen komplett neuen Anstrich an und im Gebäude. Ferner wurde ein Mittelschaumrohr angeschafft, da wir es immer öfter mit dem Brand von Kunststoffen und brennbaren Flüssigkeiten zu tun bekamen.

Die Fahrer des Löschgruppenfahrzeuges beschwerten sich ständig über die schlechte Lenkfähigkeit dieses Fahrzeuges. Deshalb wurde im Jahr 1981 eine hydraulische Lenkhilfe nachgerüstet.
Im gleichen Jahr erhielten wir einen Telefonanschluss und eine 4-Meter Funk-feststation im Feuerwehrhaus. Des weiteren wurde ein Funkgerät im Schlauchwagen eingebaut.

Am 3. Juni 1981 fand erstmals eine internationale Übung mit den Wehren aus Wilsum, Uelsen, Nordhorn, Lage und den holländischen Kameraden im Grenzgebiet von Hesingen statt.

Im Jahr 1983 besuchten die Atemschutzträger zum ersten Mal die Übungsstrecke in der feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Nordhorn. Da die Kameraden dort an ihre Leistungsgrenzen stießen, wurde beschlossen diese Übung einmal im Jahr durchzuführen.

1984 war das Jahr in dem wir unser 50-jähriges Bestehen feiern durften. Es wurde mit viel Ehrgeiz vorbereitet. Unter anderem stand auf dem Programm: Eine Orientierungsfahrt; eine Schauübung "Retten aus der Luft", bei der uns der Rettungshubschrauber Christoph 24 aus Rheine unterstützte; Tauziehen; Spiel ohne Grenzen und Tanz mit verschiedenen Kapellen im Festzelt.

Im gleichen Jahr wurden wir zur Stützpunktfeuerwehr erklärt. Das bedeutete auch, dass die Anzahl der Kameraden von derzeit 25 bis zum Jahre 1986 auf 32 erhöht werden musste.

Im Jahr 1985 wurde ein Antrag auf Erweiterung des Gerätehauses und des Mannschaftsraumes gestellt und bewilligt. Am 9. Juni 1986 war Baubeginn. Durch den großen Anteil an Eigenleistung konnte am 17. Juli 1986 Richtfest gefeiert werden und am 29. September 1986 war dann die offizielle Übergabe. Im gleichen Zuge wurden zwei neue Sirenen installiert. (bei Ridder und am Feuerwehrhaus). Ferner ist das erste Spritzenhaus der Gemeinde Wilsum wieder zu Ehren gekommen. Es wurde neben unserem neuen Feuerwehrhaus (am Grillplatz) wieder aufgebaut und dient der Antike.

Im Jahr 1986 wurde ein VW Bus T2 gekauft und für unsere Bedürfnisse umgebaut.

1987 wurde eine neue Tragkraftspritze (TS 8/8) von Rosenbauer bestellt und im Januar 1988 geliefert und in den Dienst gestellt. Ferner wurde mit einem 30.000 Liter Löschwasserbehälter auf dem Schensken die letzte Schwachstelle in unserem Löschbezirk behoben.

Im darauffolgenden Jahr wurde ein 5 KVA- Stromaggregat gekauft.

Im Jahr 1990 wurde die Alters-und Ehrenabteilung gegründet und es wurden die ersten sechs Mitglieder aufgenommen. Im gleichen Jahr wurden sechs Funkmelde-empfänger für die stille Alarmierung angeschafft und bis zum Jahr 1992 wurden alle 32 Kameraden damit ausgestattet.

1993 erhielten wir einen neuen hydraulischen Rettungssatz. Dieser besteht aus einer Schere, einem Spreizer und einem Hydraulikaggregat, womit es möglich ist schneller und schonender eingeklemmte Personen aus verunglückten Fahrzeugen zu retten.

Nach 18 Jahren als Ortsbrandmeister stellt Hermann Züter 1993 auf eigenen Wunsch sein Amt zur Verfügung. Als Nachfolger wurde Gerd Nyhof gewählt .

1995 erhielten wir ein 4-Meter Handsprechfunkgerät.

Das alte Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) war aufgrund technischer Mängel nicht mehr verkehrssicher. Deshalb wurde im Jahr 1997 ein junger VW Bus T4 gekauft und in Eigenleistung als MTF umgebaut und am 12. Mai 1997 feierlich übergeben.

Am 1. Dezember 1997 wurde die Depotfeuerwehr in Itterbeck aufgelöst. Der Brandschutz auf dem Depotgelände wird auf die Ortsfeuerwehr Uelsen übertragen.

1998 wurde mit den Planungen für die Anschaffung eines neuen Tanklösch-fahrzeuges (TLF) begonnen, da das alte TLF seit über 25 Jahren im Dienst stand und ersetzt werden musste. Am 27. Juni 2000 war es soweit und wir konnten unser neues TLF 16/25 in Empfang nehmen. Es handelt sich um einen Mercedes Atego mit einem Aufbau von der Firma Schlingmann. Das Fahrzeug hat unter anderem einen 2.500 Liter Löschwasser-behälter, eine Pumpe mit der Leistung von 1.600 Liter/Minute bei 8 bar, eine Schnellangriffeinrichtung, ein 8 KVA-Stromaggregat und einen fest eingebauten Lichtmast.

Das alte TLF bauten wir in Eigenleistung in einen Schlauch- und Gerätewagen um. Mit diesem Fahrzeug ersetzten wir den alten Unimog den wir bisher als Schlauch-wagen nutzten.

Im Jahr 2000 wurde unsere Internetseite, die durch Sponsorengelder finanziert wurde, eingerichtet und ins Netz gestellt. (Internetadresse: www.feuerwehr-wilsum.de)

Am 21. März 2002 wurde im Rahmen einer Feierstunde beim Heideschlösschen Wielen eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren Wilsum und unserer Partnerwehr Hardenberg offiziell und vertraglich mit den Kommunen vereinbart.

Unser Löschgruppenfahrzeug ( LF8s), dass 1977 angeschafft wurde erreichte bald die Altersgrenze von 25 Jahren und musste ersetzt werden. 2002 entschieden wir uns für ein LF8/6 mit einem Mercedes Atego-Fahrgestell. Der Aufbau wurde von der Firma Rosenbauer hergestellt. Das Fahrzeug verfügt über einen 600 Liter Wassertank, eine Pumpe mit der Leistung von 800 Litern/Minute bei 8 bar, eine Schnellangriffeinrichtung und einen fest eingebauten Lichtmast. Die feuerwehrtechnische Beladung wurde vom alten LF8s übernommen. Die offizielle Übergabe fand am 3. Juli 2003 im Rahmen einer Feierstunde statt.

Anfang 2007 haben wir einen Festausschuss gebildet, da wir am 25. April 2009 unser 75-jähriges Bestehen feiern möchten. Wir würden uns freuen, wenn unser neuer Einsatzleitwagen (ELW1), den wir zusammen mit der Ortsfeuerwehr Uelsen beantragt und bewilligt bekommen haben noch bis zu unserem Jubiläum ausgeliefert wird und wir es dort dann vorstellen können. Es handelt sich hierbei um einen neuen VW Bus T5, der bei der Firma GSF in Twist als Einsatzleitwagen umgebaut wird. Das Fahrzeug wird mit Funktechnik im 2-Meter und 4-Meter-Bereich mit Telefon, Fax und PC ausgestattet sein und vorgerüstet werden auf Digitalfunk, den wir voraussichtlich in den nächsten Jahren im Kreisgebiet erhalten werden.

In den letzten Jahren wurden immer mehr technische Geräte wie zum Beispiel zwei Teleskoprettungszylinder, ein Drucklüfter, eine Kettensäge, ein Winkelschleifer, eine Mittelschaumpistole usw. beschafft, um noch effektiver handeln zu können. Auch für die persönliche Sicherheit wurde viel getan und vieles neu beschafft, wie zum Beispiel neue Feuerwehrüberjacken und Überhosen, neue Handschuhe, eine Schnittschutzhose, acht Handsprechfunkgeräte mit Helmsprechgarnitur im 2-Meter-Bereich, sechs Atemschutzgeräte, Atemschutzmasken, Lungenautomaten, sowie vier CSA-Schutzanzüge und vieles mehr.

Bis heute ist die Anzahl der aktiven Kameraden auf 37 im Alter von 18 bis 61 Jahren angestiegen. Die Alters-und Ehrenabteilung zählt mittlerweile 20 Kameraden.

Die stete Einsatzbereitschaft und die Schlagkraft, welche die Wehr heute erreicht hat, ist im wesentlichen auf die Beschaffung der moderenen Geräte zurückzuführen. Der Ausbildungsstand ist als sehr gut zu bezeichnen. Jedes Jahr nehmen Kameraden unsrer Wehr an Lehrgängen in Nordhorn oder bei der Loy teil.
Ständig sind mehrere Feuerwehrmänner bereit, sofort nach Alarmierung das Tankfahrzeug zu besetzen, da sie in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrhauses wohnen. Der Zeitverlust zwischen Alarmierung und Abfahrt wird somit sehr gering gehalten. Die Erfolge in dieser Hinsicht sind nicht ausgeblieben.